Cloud Computing: 5 Gründe dafür und dagegen

Sonntag, 5. April 2009, von Balz Zürrer

Alle reden von der Cloud. Müssen Sie oder sollen Sie da auch mitmachen? Amazon macht sehr erfolgreich seine Web Services, Microsoft hat eben mit BPOS eine ganze Serie von Cloud Services aufgelegt. Darum je 5 Gründe dafür und dagegen:

Pro1: Interne IT Organisationen sind zu teuer für Internet-facing Webapplications. Die interne IT legt ihre Hardware auf die Spitzenbelastung aus, die ist einfach zu berechnen bzw. aus dem Log abzuschätzen. Aber für alle Surfer der Welt auszulegen geht nicht und rückblickend die Last von morgen zu prognostizieren ist ebenfalls schwierig. Zudem ist die interne IT für Business Hours ausgelegt, in der Nacht wird gebackupt und die Crew hat frei. Mit einer Applikation im Internet wird das teuer und aufwendig.

Pro2: Cloud Computing steckt Lastspitzen locker weg, pay as you use. Die Kapazitäten sind gewaltig. Google packt 1160 Server in einen Container, dann 45 Container in eine Halle, ergibt ca. 52′000 Server. Bei Microsoft sollen es 2500 pro Container sein. Staun…

Pro3: So eine hohe Verfügbarkeit wie moderen Cloud Services kriegen sie intern nicht hin. Amazon verspricht 99.95% Verfügbarkeit, nicht schlecht.

Pro4: Investieren sie in Inhalte, Software und spezielle Algorithmen, die Ihre Kernkompetenzen stärken, nicht in Serverhardware und Klimatisierungsprobleme.

Pro5: Sie sind Realist genug zu akzeptieren, dass Basisapplikationen wie Mail, Website und CRM auch von anderen als sie selber sehr gut betrieben werden können.

Contra1: Ohne single-sign on machen die BEnutzer nicht mit. Pro Applikation ein Login verhindert zuverlässig die  effiziente Nutzung, ein hoher Supportaufwand ist sicher.

Contra2: Ihre vertraulichen Daten bei Amazon oder Microsoft hosten? Aber wieso hat denn Salesforce so einen grossen Erfolg? Die Kundendaten und Leads einer Firma sind wohl eines der wichtigsten Assets eines Unternehmens…

Contra3: In the clouds ist zu langsam, denn der Internetzubringer ist halt der Engpass. Aber: Swisscom Infinity VDSL bringt mir 20 Mpbs nach Hause, pro Mitarbeiter eine 20 Mbps sollte eigentlich reichen…

Contra4: Wenn die Internet Leitung nicht läuft, läuft die ganze cloud Applikation nicht mehr. Stimmt. Der Zubringer wird mission-critical, aber auch wenn keine Mails mehr reinkommen, gibt’s Stress in der IT Ecke.

Contra5: Das ist so neu, das mag ich nicht.

Zugegeben, schön sind die neuen Rechenzentren nicht, in denen die Cloud läuft:  Google Datacenter im Video. Aber die Zeiten, in denen das Selbstvertrauen eines CIO auf der Grösse seines Datacenter basierte, sind wohl vorbei. Ausser Sie arbeiten bei Amazon, Google oder Microsoft.

Cloud Computing einfach erklärt

Dienstag, 20. Januar 2009, von Marcel Meier

Das Unwort des Jahres 2008 heisst “Finanzkrise”. Das Buzzword in der digitalen Welt heisst “Cloud Computing”. Hier eine einfache Erklärung einer komplexen Materie:

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